In den letzten Wochen herrschte dunkles eisiges Winterwetter im Wattenmeer. Kurze Tage, viele Wolken, Nebel, Eis und Schnee stellen die Natur und auch die Vögel vor Herausforderungen, besonders wenn es um die Nahrungsverfügbarkeit geht. Unsere Kameras sind wieder online und zeigen, wie das Watt rund um Norderoog von Eisschollen bedeckt ist und in den Lahnungsfeldern sieht man, dass der trockengefallene Wattboden von einer Eisschicht bedeckt ist. Die hier überwinternden Vögel, zum Beispiel Brandgänse haben es schwerer mit der Nahrungssuche im Wattboden und sind ganz besonders auf Ruhe und Schutz angewiesen, um keine Energie und mühsam angefressene Ressourcen zu verschwenden.
Dem Wetter zum Trotz sind schon die ersten Durchzügler zu sehen, die ihre Reise in die arktischen Brutgebiete begonnen haben. Knutts und Alpenstrandläufer sieht man bereits in großen Schwärmen. Auch Weißwangen- und Ringelgänse sind im Watt unterwegs. Wacholderdrosseln und Stare sieht man zurzeit auf der Hallig bei der Futtersuche. In der Vogelwelt hat also der Frühling schon begonnen!
